Hegels Phänomenologie der Wahrnehmung

 Typ kurzu: cizojazyčný výběrový kurz

 

Popis: Die Absicht des Seminars ist eine detailierte Analyse und Interpretation der ersten zwei Kapiteln von Hegels Phänomenologie des Geistes. In diesem Werk versucht Hegel, das Bewusstsein – das erscheinende Wissen – in seiner idealtypischen Konstitution zu beschreiben. Dabei geht er von der seiner Meinung nach elementarsten Stufe des Bewusstseins aus, die er „sinnliche Gewissheit“ nennt. Hegel geht es dabei darum, die internen Widersprüche dieser Stufe des Bewusstseins hervortreten zu lassen, die es verhindern, diese Stufe des Bewusstseins als Wissen zu bezeichnen. Damit soll zugleich ein argumentatives Potential gewonnen werden, das den Übergang zu der nächsten Stufe des Bewusstseins, zu der Wahrnehmung, sicherstellt. Und auch hier versucht Hegel zu zeigen, dass auch diese neue Stufe des Bewusstseins Schwierigkeiten aufweist, die sie als Wissen disqualifizieren. Hegels Verfahren in diesen zwei Kapiteln stellt einen wichtigen Beitrag zum Verständnis dessen dar, wie unsere sinnlich bedingte Kenntnisse der Objekte, unsere Wahrnehmungsprozesse, zustandekommen und wie sie strukturiert sind.

 

Literatur:

G. W. F. Hegel, Phänomenologie des Geistes, (empfohlen werden Auflagen bei Meiner und Suhrkamp) H. F. Fulda, Hegel, München: Beck 2003. Materialien zu Hegels „Phänomenologie des Geistes“, hg. v. H. F. Fulda und D. Henrich. O. Pöggeler, Hegels Idee einer Phänomenologie des Geistes, Freiburg/München 1973. Hegels Phänomenologie des Geistes. Ein kooperativer Kommentar zu einem Schlüsselwerk der Moderne, hg. v. K. Vieweg und W. Welsch, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2008.